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Das Kämpferherz fehlte: Schwedler: "Müssen mehr dagegenhalten!" PDF  | Drucken |
Sonntag, den 26. Mai 2019 um 09:27 Uhr
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Bereits einen Spieltag vor dem Saisonende sind die Würfel um den Relegationsplatz in der A-Klasse 5 gefallen. Nach der 1:6-Pleite im Kreuz wird der SV Schreez die Saison auf dem undankbaren dritten Tabellenplatz abschließen. Dabei steckt in der Elf von Trainer Andreas Schwedler eigentlich mehr drin.
 
151143.jpgvon Thomas Nietner (www.anpfiff.info)
 

Das untermauert der Schreezer Coach auch noch einmal mit Nachdruck, in dem er sich in diesen Tagen und Wochen auch gar nicht erst um Neuzugänge bemüht. Warum auch? Die aktuelle Mannschaft wird wohl in jener Konstellation trotz des verpassten Aufstiegs zusammenbleiben und hat grundsätzlich bewiesen, dass sie das Zeug zum Aufstieg gehabt hätte. "Die Elf ist grundsätzlich stark genug und mit 18 bis 20 Mann auch in der Breite ausreichend besetzt", sagt Andreas Schwedler. Wären da mal nicht jene schwachen Partien im Herbst gewesen, die nun in der Endabrechnung auf Warmensteinach fehlten. In der Rückrunde kann Andreas Schwedler seiner Elf dagegen keinen Vorwurf machen, zumal sie gegen Kreuz erstmals als Verlierer vom Platz ging und zuvor zehn Mal ungeschlagen blieb. Die Hypothek aus dem Herbst mit vier Niederlagen in Folge wog letztendlich aber zu schwer für die Orange-Schwarzen. "Da haben wir einfach in drei, vier Spielen beschissen gespielt. Platz zwei haben wir nicht in der Rückrunde verspielt", nimmt der Schreezer hierbei kein Blatt vor dem Mund.

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Unentschieden wie gegen Glashütten kosteten der Elf um Spielmacher Sebastian Meyer (orange) am Ende Platz zwei.
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"Wir waren körperlich nicht auf dem Platz!"

Die Niederlage im Kreuz besiegelte letztendlich nur das Schrezer Schicksal. Ein Fernduell am letzten Spieltag mit Warmensteinach ist damit hinfällig. Jene Partie beim Meister zeigte aber auch, woran es bei den Schreezern mitunter krankte. "Kreuz hat verdient gewonnen. Wir waren körperlich nicht auf dem Platz. Dabei haben wir die Woche zuvor gegen Plankenfels noch eine gute zweite Halbzeit gespielt. Aber wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen", prangert Andreas Schwedler seiner Elf nicht zum ersten Mal den mangelnden Kampfgeist an. Davon zeugt auch die Statistik in jener Partie. "Wir haben nicht einmal eine gelbe Karte gegen Kreuz bekommen", fehlte dem Ex-Lindenhardter hier erneut die Leidenschaft. So blieben die Schreezer im Kreuz letztendlich chancenlos. Der Ausgang der Partie deutete sich schon früh an, nachdem die Kreuzer nicht nur in starker Besetzung aufliefen, sondern die Orange-Schwarzen nach einem Handspiel von Heiko Weingessl mit einem Elfmeter und der roten Karte beim Stand von 0:1 nach 18. Spielminuten doppelt bestraft wurden. "Wenn man da nicht dagegenhält, hat man keine Chance", findet der 48-Jährige klare Worte. Das versucht er seinen Spielern, bereits dem gesamten Saisonverlauf einzubläuen. "Die können es schon nicht mehr hören", schmunzelt der einstige Schnabelwaider.

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Der Blick von Andreas Schwedler geht schon wieder nach vorne: Dann eben in der nächsten Saison.
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Lindenhardt als Beispiel

Als Beispiel führt Andreas Schwedler dabei immer wieder seinem Ex-Club Lindenhardt vor Augen, mit denen er einst so manch stärkeren Gegner in der Kreisklasse - und liga die Stirn bot. "Wir hatten damals keine Spieler, die so gut am Ball waren wie jetzt in Schreez, aber das machten wir mit Leidenschaft und Zweikampfstärke weg. Das fehlt mir in Schreez noch", erklärt Andreas Schwedler den Unterschied zwischen seinen beiden Mannschaften. An jenem Punkt wird er in der kommenden Saison weiter den Hebel ansetzen. "Wir sind eine spielstarke Mannschaft, aber das kämpfen gehört auch dazu", fordert der Schreezer, in der nächsten Spielzeit hier eine Schippe draufzulegen - unabhängig davon, wer letztendlich auf dem Spielfeld steht. Denn oftmals musste Andreas Schwedler seine Startelf immer wieder ändern. Daran will er das Abschneiden aber nicht unbedingt festmachen. "Wir haben auch in den Wochen, in denen die Studenten nicht da waren, gezeigt, dass wir Spiele gewinnen können", fand er meist die richtige Mischung. Nun soll es eben in der kommenden Saison mit dem Aufstieg klappen. Andreas Schwedler nimmt einen neuen Anlauf. "Wir werden sicherlich nichts geschenkt bekommen", ist er sich dabei bewußt. Aber aus Vereinssicht ist der Sprung in die Kreisklasse für ihn fast schon ein Muss, nachdem den Schreezern durch Spielabsagen zwei Heimspiele durch die Lappen gingen. Dafür müssen die Orange-Schwarzen in der nächsten Spielzeit mehr dagegenhalten.

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Alexander Track (orange) und seine Teamkollegen müssen in der kommenden Saison einen neuen Anlauf nehmen.
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