Scharnagel-Nachfolge steht: Schreezer holen alten Bekannten PDF  | Drucken |
Dienstag, den 29. März 2022 um 00:00 Uhr
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Nachdem bekannt wurde, dass sich Spielertrainer Ingo Scharnagel am Saisonende Richtung Harsdorf verändert, wurden die SV-Verantwortlichen aktiv und können jetzt Vollzug melden. Auch der neue Trainer kommt aus der A-Klasse und ist mit den Verhältnissen bestens vertraut. 
 
Von Hans-Jürgen Wunder (www.anpfiff.info)
 
"Wir akzeptieren natürlich, dass Ingo Scharnagel am Saisonende zu seinem Heimatverein Harsdorf zurück möchte", ist der neue Schreezer Vorsitzende Wolfgang Hümmer frei von jedem Groll. Immerhin ist der A-Klassist derzeit mitten im Titelrennen, auch wenn die bislang angesetzte Partie in Laineck Corona zum Opfer gefallen ist und die Mannschaft am Wochenende in Glashütten nicht über ein torloses Remis hinauskam. Die Chancen seiner Mannschaft, sich im Führungsquartett durchzusetzen und einen weiteren Aufstieg zu realisieren, betrachtet der Vereinsboss eher skeptisch. "Der FC Bayreuth ist ganz breit aufgestellt, Bischofsgrün will unbedingt rauf und auch Plankenfels will rauf. Wir dagegen sehen es entspannt. ." Zumal der Tabellenvierte mit einer beispielslosen Verletzungsmisere in der Vorrunde zu kämpfen hatte und dann fast etwas durchgereicht wurde, nachdem die Schreezer lange die Tabellenführung souverän behaupten konnten. Natürlich bringen die Orange-Schwarzen auch in der Rückrunde den nötigen Ehrgeiz mit, selbst wenn sich zwei Kicker von ihren Verletzungen noch nicht erholt haben. "Aber es gibt keine Vorgaben von der Vereinsführung", betont der Vorsitzende.
 
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Wieder zurück: Nach einer Saison in Lindenhardt begibt sich Andreas Schwedler im Sommer wieder auf den ihm vertrauten Stuhl. anpfiff.info

Weitere Herzensangelegenheit
 
"Für uns war Andreas Schwedler erste Adresse", räumt Hümmer ein. Von 2018 bis 2021 war der 51-Jährige bereits am Haager Sportplatz als Übungsleiter tätig und schied im besten Einvernehmen aus. Dabei scheiterte er vorher mit seinem Team zweimal knapp an der Rückkehr in die Kreisklasse, hatte sich aber mit seiner kameradschaftlichen Art viele Freunde gemacht. Künftig kann er auf den vorhandenen Stamm zurückgreifen, nachdem fast alle Spieler bereits klassenunabhängig zugesagt haben. "Aber es werden natürlich auch unsere guten Leute angebaggert", verrät der Vereinsboss kein Geheimnise. Für ihn ist es ohnehin wichtig, dass die Kicker mit Spaß bei der Sache sind. "Damit das gelingt, versuchen wir, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir haben beispielsweise den Platz hergerichtet und ihn mit modernem LED-Flutlicht ausgestattet." Freilich räumt er ein, dass die Truppe noch eine oder zwei Verstärkungen gut gebrauchen könnte. Ein neuer Kicker hat sich den Schreezern aber bereits angeschlossen.  Vom Kreisklassisten FSV Schnabelwaid kommt Max Schistl, der bevorzugt in der Abwehr, aber auch im Zentrum eingesetzt werden kann.   
 
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Erster Neuzugang: Abwehrmann Maximilian Schiestl kommt vom FSV Schabelwaid. anpfiff.info

Schwierige Mission

In den letzten Monaten hat sich Andreas Schwedler um den Neuaufbau in Lindenhardt gekümmert, nachdem der ehemalige Kreisligist in den Spielbetrieb zurückgekehrt war. Dabei musste er öfters selbst die Schuhe schnüren, als ihm lieb war. Nachdem ältere Kicker mit schweren Verletzungen weggebrochen waren, lastete viel Verantwortung auf den Jungkickern, die teilweise mehrere Jahre nicht gespielt hatten. Aber so richtig weg wollte er ohnehin nicht. Bei seinem Abschied 2021 meinte er. "Ich hätte mir auch gut vorstellen können, weiterzumachen." Jetzt schließt sich der Kreis wieder.
 
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