Titelrennen A-Klasse 5: Zwei Mannschaften gehen leer aus PDF  | Drucken |
Dienstag, den 11. Januar 2022 um 11:42 Uhr
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Wenn ab Mitte März die Kugel in der A-Klasse 5 wieder rollt, dürfte der Kampf um Meisterschaft und Aufstieg zur Nervenschlacht werden. Vier Teams haben alle Möglichkeiten, die Liga nach oben zu verlassen - oder aber leer auszugehen. Einen echten Favoriten gibt es nicht, auch wenn eine Mannschaft aus einer besonders günstigen Position startet. 
 
Von Hans-Jürgen Wunder (www.anpfiff.info)
 
Dass der FC Bayreuth an der Tabellenspitze überwintert, war so nicht zu erwarten. "Unser Ziel ist es, unter den ersten Fünf zu landen. Mehr sehe ich erst einmal nicht", gab sich Spielertrainer Daniel Petrovic recht bescheiden. Schließlich hatte er aus der Vielzahl unterschiedlicher Kicker - viele davon vom ehemaligen Post SV - eine Einheit zu bilden. Doch der Prozess schritt schneller voran, als die Verantwortlichen gegenüber dem Volksfestplatz erwarten durften. Spätestens nach dem 1:0-Sieg gegen die Schreezer, mit dem man der Scharnagel-Elf die erste Niederlage beibrachte, war klar, dass die Bayreuther ein Kandidat für den Titel sind. Und die sieben Dreier, mit denen sich  Schwarzweißen in die Winterpause verabschiedet haben, dürften das Selbstvertrauen noch einmal deutlich gestärkt haben.
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Wille pur: FC-Spielmacher Ergün Öztürk (vorne) kommt gegen den Schreezer Tim Schiller zum Abschluss. anpfiff.info

Gute Karten

Mit dem neuen Kunstrasenplatz machte sich eine Euphorie in Bischofsgrün breit, die sich auch in den Ergebnissen niederschlug. "Wir nehmen jeden Gegner ernst, blicken von Spiel zu Spiel und sind richtig heiß. Da muss ich nicht groß motivieren", verriet Spielertrainer John Engelbrecht. Nur bei der überraschend deutlichen 1:5-Niederlage gegen die Schreezer blieb seine Mannschaft ohne Punktgewinn. Ansonsten ließ die Truppe aus dem Fichtelgebirge aber wenig anbrennen und hat mit den Nachholspielen im Rücken gute Chancen, die Tabellenspitze zu erklimmen. Das hätte bereits im November gelingen können, aber die Partie gegen Creußen wurde wegen Nebels abgebrochen und zum Spitzenspiel gegen Schreez kam es nicht mehr, nachdem sich Corona zurückgemeldet hatte.

Der Geheimfavorit

Auch mit dem TSV Plankenfels ist im Titelkampf zu rechnen. "Wir sind mittlerweile auch offensiv ein ernstzunehmender Gegner. Defensiv waren wir ja schon immer solide. Jetzt haben wir bis zur Winterpause schon so viele Tore geschossen, wie manchmal in der gesamten Saison", bilanzierte ein zufriedener Spielertrainer Marco Will. Wenn nur die aus TSV-Sicht unnötigen Punktverluste nicht wären, wie zum Abschluss beim 2:2-Remis in Donndorf. Ausgesprochenes Pech war allerdings, dass das Team  aus der Fränkischen Schweiz ausgerechnet beim Konkurrenten Bischofsgrün stark ersatzgeschwächt antreten musste. Für die Rückrunde ist man trotzdem ausgesprochen optimistisch. "Wir werden im Frühjahr angreifen, haben eine gute Qualität, aber trotzdem keinen Druck", so der Trainer.

Noch abgerutscht

Etwas unbefriedigend ist die erste Saisonhälfte aus Schreezer Sicht gelaufen. Viele Wochen behauptete die Elf von Ingo Scharnagel den Platz an der Sonne und sah sich dann nach drei Niederlagen nur noch im Verfolgerfeld. Doch das Abrutschen in der Tabelle war eng mit dem Verletzungspech verknüpft. Torjäger Christoph Neuner war ebenso wie sein Spielertrainer oft nur in der Zuschauerrolle.  Nach nur einem Zähler in den letzten drei Partien dürfte die Schreezer die Winterpause förmlich herbeigesehnt haben. Freilich sollte man den Vierten noch lange nicht abschreiben, auch wenn Ingo Scharnagel nach Achillessehnenriss in dieser Serie wohl nicht mehr auflaufen kann.
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Muss auch in der Rückrunde von außen dirigieren: Ingo Scharnagel. anpfiff.info

In den Kreis des Führungsquartetts könnte auch noch die Zweite des TSV Kirchenlaibach einbrechen. Die junge Mannschaft von Thorsten Küffner schaffte es,  die letzten vier Partien siegreich zu gestalten, während sich bei Laineck zeigen muss, wie sie den Abgang von 20-Tore-Mann Daryl Mackall verkraften.
 
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