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Remis spielt Schreez in die Karten: Schwedler: "Noch nie als Meister aufgestiegen" PDF  | Drucken |
Freitag, den 02. Oktober 2020 um 18:59 Uhr
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Das jüngste Remis zwischen den Verfolgern Obernsees und der Mistelgauer Reserve spielte den Schreezern in die Karten. Denn so bleiben die spielfreien Orange-Schwarzen auch ganz ohne eigenen Einsatz weiter an der Tabellenspitze. Die will die Schwedler-Elf auch bis zum Schluss verteidigen - aus gutem Grund.
 
Von Thomas Nietner (www.anpfiff.info)
 

"Wir sind noch nie als Meister aufgestiegen", erinnert Andreas Schwedler an die Schreezer Vereinshistorie. In der Kreisklasse kickten die Orange-Schwarzen in der Vergangenheit zwar immer wieder einmal, mussten auf dem Weg dahin aber immer wieder einen anderen Club den Vortritt lassen. So zuletzt 2015, als man als Tabellenzweiter hinter dem TSV Glashütten den Weg über die Relegation gehen musste. Jenes nervenaufreibende Szenario, das in den vergangenen Jahren nicht immer zugunsten der Schreezer ausging, will sich Andreas Schwedler zum Abschluss seiner drei Spielzeiten in Schreez möglichst ersparen. "Meine Jungs hätten es sich auch wirklich verdient. Sie schwitzen seit Wochen dafür", lobt der Ex-Lindenhardter den Trainingsfleiß seiner Elf. Die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht. Denn durch das Unentschieden zwischen Obernsees und Mistelgau 2 bleiben die Orange-Schwarzen ohne eigenes Zutun an der Tabellenspitze. "Das war ein gutes Ergebnis für uns. Das war das Beste, was passieren konnte", weiß Andreas Schwedler mit einem Blick auf die Tabelle. Zwar sind die Schreezer punktgleich mit Obernsees, allerdings haben sie noch ein Spiel in der Hinterhand.

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Hat den Titel im Visier: Andreas Schwedler. anpfiff.info


"Irgendwann lässt einer Federn!"

Erst am kommenden Wochenende setzten die Schreezer die Saison ebenfalls fort. Dann geht es erneut gegen die Donndorfer Reserve. Wie schon vor knapp eineinhalb Wochen im Ligapokal. Das hat fast schon etwas von Europapokal-Modus. Eine eche Standortbestimmung fällt Andreas Schwedler derweil aber schwer: "Wir wissen nicht genau, wo wir stehen." Denn zuletzt musste der Schreezer Coach immer wieder improvisieren. Gegen die Grün-Weißen fehlte fast eine halbe Elf. "Wegen einer Kaffeefahrt", schmunzelt Andreas Schwedler. Jene Spieler erwartet er allerdings eben so wie den verletzten Torjäger Tobias Wölfel am kommenden Wochenende wieder rechtzeitig zurück. Dann aber wieder mit vollem Elan. Denn einen Ausrutscher will sich der Tabellenführer möglichst nicht so schnell leisten, auch wenn das früher oder später für den Ex-Schnabelwaider unvermeintlich erscheint. "Irgendwann wird ein der drei führenden Mannschaften irgendwo Federn lassen, wo man nicht unbedingt damit rechnet", ist sich Andreas Schwedler. Gut möglich, dass es am Ende auf einen Zweikampf mit Obernsees hinausläuft, nachdem die Mistelgauer Reserve in der Breite nicht mehr ganz so stark wie noch in der Vorrunde aufgestellt ist. "Wir spielen gegen beide Mannschaften noch zuhause", verweist Andreas Schwedler auf jenen vermeintlichen Vorteil.
 

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Weiter auf dem Vormarsch: Christoph Neuner (li.) anpfiff.info


"Der ist eine Granate!"

In der langen Corona-Pause hat sich der Schreezer Kader derweil kaum verändert. Lediglich Schlussmann Daniel Grüner verabschiedete sich nun auch sportlich nach Immenreuth. Dafür steht nunmehr mit Alexander Kühnlein wieder ein alter Bekannter im Schreezer Kasten. "Dafür sind wir Seybothenreuth auch wirklich dankbar, dass der Wechsel geklappt hat", richtet Andreas Schwedler Grüße an den Kreisklassisten, für den der Keeper in den letzten drei Jahren spielte. Gegen Donndorf feierte der 30-Jährige bereits sein Comeback im Schreezer Trikot. Damit bleibt den Orange-Schwarzen eine Baustelle zwischen den Pfosten erspart. Vor dem gegnerischen Tor bereitet dagegen Christoph Neuner seinem Coach viel Freude. Der Youngster traf gegen Donndorf doppelt und befindet schon wieder in guter Form. "Der ist eine Granate und für sein Alter schon recht weit", schwärmt Andreas Schwedler über seinen 19-jährigen Angreifer. Denn ein treffsicherer Knipser benötigt jede Aufstiegself, zumal Niklas Gerber und auch Jonas Friedrich nach Beendigung ihres Studiums wohl nur noch sporadisch zur Verfügung stehen.  "Niklas Gerber will nochmal ein Spiel machen, am besten wenn danach eine Feier ist", lacht Andreas Schwedler. Und auch Jonas Friedrich - mittlerweile gen Hessen verzogen - hat sich bereit erklärt, seinem Club noch einmal unter die Arme zu greifen.  Beide wollen sich wie Andreas Schwedler schließlich mit der Meisterschaft aus Schreez verabschieden. 

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Feiert sein Comeback: Alexander Kühnlein (re.) anpfiff.info
 
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