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Zwei Tore zum Abschied: Gerber: "Es fällt mir nicht leicht zu gehen!" PDF  | Drucken |
Donnerstag, den 01. August 2019 um 18:25 Uhr
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In seinem voraussichtlich letzten Spiel für den SV Schreez zeigte Niklas Gerber noch einmal seine Torjägerqualitäten. Mit seinen Saisontreffern fünf und sechs trug er maßgeblich zum 4:0-Erfolg gegen die Kirchenlaibacher Reserve bei. Zukünftig müssen die Schreezer aber ohne die Dienste des gelernten Verteidigers auskommen, der eine beachtliche Torquote aufweist.
 
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Von Thomas Nietner (www.anpfiff.info)
 
"Es fällt mir nicht leicht zu gehen. Die Schreezer sind eine geile Mannschaft und mit Andreas Schwedler haben wir auch einen super Trainer. Zudem ist das Umfeld sehr herzlich", verabschiedet sich Niklas Gerber nach vier Jahren nur schwerzen Herzens aus Schreez. Der 24-jährige Student der Wirtschaftspsychologie geht nach dem Sommersemester zurück in seine schwäbische Heimat nach Stuttgart und setzt dort noch den Master drauf. Nebenbei wird er in jener Zeit bei einer Bank arbeiten - und natürlich weiter Fußball spielen. Allerdings auf einer anderen Position. "In der Bezirksliga spiele ich Verteidiger. Aber vielleicht muss ich da nochmal mit einem Trainer sprechen", zwinkert Niklas Gerber mit Blick auf die Statistik der letzten Jahre. Denn die lässt nicht auf einen Verteidiger schließen. Mit 42 Treffern in 51 Spielen hat Niklas Gerber in den letzten vier Jahren im orange-schwarzen Trikot seine Torjägerqualitäten eindrucksvoll nachgewiesen. Ex-Coach Basti Knop hatte den gelernten Verteidiger einst zum Stürmer umfunktioniert, nachdem dieser über einen Aushang an der Uni Bayreuth auf den A-Klassisten aufmerksam geworden ist. Es war quasi Liebe auf dem ersten Blick, wie Niklas Gerber zugibt: "Ich war auf der Suche nach einem Verein in Bayreuth und bin dann mit einem Kumpel mal zum Training hin. Am Ende haben wir uns alle für Schreez entscheiden, weil es dort menschlich einfach gepasst hat."

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Eines seiner letzten Spiele im Schreezer Trikot: Mit zwei Toren verabschiedete er sich gegen Kirchenlaibach 2 vom A-Klassisten.
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"Den Kasten zahle ich gerne!"

In seiner letzten Partie im Schrezer Trikot durfte der 24-Jährige die Mannschaft sogar als Kapitän auf das Spielfeld führen. Für den Studenden war das eine besondere Ehre, die er sich gerne etwas kosten lässt: "Den Kasten zahle ich gerne!" Gerne hätte er auch in Schreez weitergekickt. Daraus macht der Schwabe keinen Hehl: "Ich hätte der Mannschaft gerne beim Aufstieg geholfen." Jenes Erfolgserlebnis blieb ihm in der Vorsaison verwehrt. Die Schreezer gingen nur als Tabellendritter über die Ziellinie. Wer weiß, wie die Saison ausgegangen wäre, hätte der Torjäger öfters mitgewirkt. Denn in acht Partien knipste er immerhin elf Mal. An jene Quote knüpfte er auch in den drei jüngsten Saisonspielen weiter an. In drei Spielen traf er bereits sechs Mal. Seine Tore werden der Schwedler-Elf sicherlich in Zukunft fehlen. Ein Wiedersehen schließt Niklas Gerber aber nicht ganz aus - zumindest abseits des Spielfelds:  "Ich wurde damals super aufgenommen. Ich werde alle vermissen. Vielleicht schaffe ich es nochmal zu einem Spiel nach Bayreuth – spätestens dann zur Weihnachtsfeier bin ich wieder da."

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Immer für ein Tor gut: Niklas Gerber (orange)
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Zwei Tore als Abschiedsgeschenk

So schnell werden sie ihn in Schreez wohl auch nicht vergessen. Mit zwei Treffern schoss er sich in seinem letzten Spiel noch einmal nachhaltig in Erinnerung. Dabei deutete gegen die Kirchenlaibacher Reserve zunächst nicht viel auf einen gelungenen Ausstand hin. "In der ersten Halbzeit sah das spielerisch nicht gut aus. Wir haben keinen Zugriff bekommen und konnten uns keine Chancen erarbeiten", war nicht nur Niklas Gerber mit dem Spielverlauf unzufrieden. Dass die Orange-Schwarzen nicht ins Hintertreffen gerieten, hatten sie ihrem Keeper Daniel Grüner zu verdanken. Der hielt in der ersten Halbzeit einen Elfmeter und parierte auch noch den Nachschuss. "Danach vereitelt er nochweitere Möglichkeiten und hält uns damit im Spiel", hebt Niklas Gerber die Leistung des Schreezer Schlussmanns hervor. Zwei Kontersituatioen nutzte Niklas Gerber schließlich zur 2:0-Führung. "Das war schon unverdient, auch wenn wir noch das 3:0 vor der Halbzeit machen können", gibt der Student dabei zu. Nach der Halbzeit stellte Andreas Schwedler jedoch taktisch um und ließ seine Elf aus der Tiefe kommen. Das funktionierte besser als im ersten Abschnitt. "Die langen Bälle haben wir gut verteidigt. Dadurch hatten wir auch eine Reihe von Möglichkeiten, so dass das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können", sagt Niklas Gerber nach zwei weiteren Treffern von Sebastian Mayer und Christoph Neuner. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es aus seiner Sicht letztendlich ein verdienter Sieg, auch wenn der Tabellenführer in der ersten Hälfte spielerisch und kämpferisch viel Luft nach oben hatte. Die beiden Abschiedsgeschenke von Niklas Gerber brachten die Schreezer dennoch auf die Siegerstraße. Zukünftig müssen jenen Job wieder andere Kicker übernehmen. Niklas Gerber wird in Stuttgart dann wieder eher das eigene Tor verteidigen.

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Sechs Tore in drei Spielen: Niklas Gerber (schwarz) war zuletzt gut in Form
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